Haltung und Zucht

 

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Die erfolgreiche Zucht der Bodentaucher beginnt mit ihrer Haltung! Ein regelmäßiger Wasserwechsel ist genau so wichtig, wie eine ausgewogene Ernährung. Dabei sind die Wasserwerte nicht ganz so wichtig. Die meisten Arten lassen sich mit weichem bis mittelhartem Wasser ( 5°-15° dGH) bei neutralem ph-Wert (7) sehr gut nachziehen. Die Temperatur sollte je nach geographischer Herkunft zwischen 20 C° und 24 C° liegen. Ausnahmen bestätigen die Regel. Als Futter haben sich am besten weiße, schwarze, sparsam rote Mückenlarven bewährt. Natürlich nicht zu vergessen Daphnien, Cyclops, ausgewachsene Artemien und ihre frisch geschlüpften Nauplien. Ab und zu etwas Wurmfutter ergänzen die Futterpalette. Dabei immer daran denken, welche Zivilisationskrankheiten sich beim Menschen selber einstellen, bei falscher Ernährung, schlechter Luft und wenig Bewegung.Außerdem lässt sich Kokoserde besser absaugen und verklemmt nicht so im Schlauch beim Wasserwechsel.Es ist meine subjektive Meinung, denn alles hat seine Vor- und Nachteile. Deshalb auch hier: Versuch macht Klug.Als Laichbehälter eignet sich alles was wasserneutral ist und auf einem selbst einen ästhetischen Eindruck macht. Zum Beispiel neue Blumentöpfe oder Gurkengläser, die man nicht extra beschweren muss wie Plastikbehälter. Wichtig ist, dass der Fisch über seine Körperlänge hinaus in das Substrat eintauchen kann. Nicht vergessen das Loch im Boden zu verstopfen, sodass bei der Entnahme des Topfes der Laich nicht gleich wieder in das Aquarium zurücksaust. Einige Arten schaffen es leider die Blumentöpfe innerhalb von 2 Tagen leer zu räumen. Um zu vermeiden, dass mehr Substrat sich neben dem Behälter befindet, als im selbigen, kann man sich einen so genannten “Starkasten” bauen. Man nimmt eine Plastikdose mit Deckel und bohrt vorsichtig mit einer Lochkreissäge (ohne Bohrmaschine “reinfitscheln”) oder Lötkolben in die Front ein ausreichend großes Loch. Am besten noch am Boden mit einem Stück Fließe (o.ä.) beschweren, damit das Ding nicht schwimmt. Bitte auf die Finger aufpassen und gebt mir nicht die Schuld, falls hinterher einer fehlt. Die Fische kommen jedenfalls nach einer gewissen Gewöhnung auf den Dreh wo sie rein müssen.Das Laichsubstrat ist aller 2-4 Wochen zu entnehmen. Wobei nach meiner Meinung Kokos etwas länger im Aquarium verbleiben kann und das Wasser nicht so stark belastet, wie zu lange verbliebener Torf.Anschließend presst man vorsichtig das Wasser mit Hilfe eines Kescher oder Sieb aus dem Torf oder Kokoserde, trocknet diese auf Zeitungspapier (für ganz eilige Küchenrolle), bis nur noch eine leichte Restfeuchte auch bekannt als “Tabakfeuchte” vorhanden ist. Bitte beachten, dass Kokoserde mit der Zeit etwas nach trocknet. Am besten nach dem trocknen schon mal nach Laichkörnern suchen. Das ganze dann in eine Plastikdose oder -beutel abfüllen und das Beschriften nicht vergessen.Dann heißt es warten und gucken was passiert. Die Entwicklungsdauer Laiches hängt von vielen Faktoren ab: Umgebungstemperatur, Sauerstoffzufuhr, Feuchtigkeitsgehalt und vor allem von der Killi-Art selbst. Nach dem die Eier mehrere Diapausen durchlaufen haben und der richtige Zeitpunkt erreich ist (meist nach 8 Wochen bis 6 Monaten -> Laichkontrolle, es müssen kleine Augen sichtbar sein), kann man in einer kleinen Plastikschale (2-5 Liter) aufgießen. Ich nehme immer Regenwasser, Teich oder notfalls Aquarienwasser um die 20 °C und habe eigentlich gute Erfahrungen mit dieser Methode gemacht. Aufpassen das der Wasserstand 3-5 cm nicht überschreitet, so schaffen es die Frischgeschlüpften an die Oberfläche und können ihre Schwimmblase mit Sauerstoff füllen, damit nicht so viele “Bauchrutscher” entstehen! Die meisten Winzlinge fressen gleich Artemia-Nauplien und sind deshalb recht leicht aufzuziehen. Kleinere Arten verlangen Rotatoren oder ähnliches, man kann auch die ersten Tage mit Javamoos überbrücken.Beschreibungen von Futterzuchten würde hier den Rahmen sprengen, aber da gibt es ja einige sehr gute im Internet. (2 davon unter Links)

 

 

Migration der Zellen

 

Das fertige Ei